Café zweitesLEBEN bleibt trotz Corona-Zwangspause bestehen

medbo und Verein zweitesLEBEN e.V. halten an der Begegnungsstätte fest

Wenn eine Pandemie die Welt verändert, hat Infektionsschutz oberste Priorität. Zum Wohle aller Gäste und des Personals schloss daher auch das Café zweitesLEBEN am Gelände der medbo Regensburg am 16. März 2020 seine Türen. Vorerst.

Zwar ist eine Wiedereröffnung im Jahr 2020 nicht mehr möglich, jedoch steht fest: Das Café bleibt bestehen. Zu wichtig ist diese Einrichtung als Ort der Begegnung, Entspannung und kulinarischen Stärkung für das Bezirksklinikum mittlerweile geworden. Realistisch kann aber erst im späten Frühjahr 2021 darüber entschieden werden, in welcher Form der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

Die direkte räumliche Ansiedlung im Zentrum für Neurologische Rehabilitation wurde zur Eröffnung im Jahre 2003 bewusst gewählt. Ein Lokal besuchen, gutes Essen in guter Gesellschaft genießen: Den betroffenen Menschen und deren Angehörigen sollte vor Ort ein Stück Normalität ermöglicht werden. Teilhabe zu leben, auch wenn der Betroffene in der Klinik ist, hat Bedeutung für alle am Geschehen Beteiligten.

Doch Normalität ist während einer Pandemie ein rares Gut – und birgt große Risiken. Denn die Patienten des Zentrums für Neurologische Rehabilitation sind schwerer erkrankt. Eine erworbene Hirnschädigung (erlitten durch einen Schlaganfall oder ein Unfallgeschehen) hat sie aus ihrem bisherigen Leben gerissen. Ihr Immunsystem ist geschwächt. Damit gehören sie einer besonderen Risikogruppe an, zu deren Schutz alle vermeidbaren Kontakte zu unterlassen sind.

Sowohl die medbo als Verpächter als auch der Verein zweitesLEBEN als Betreiber stehen im engen Austausch. Beide Seiten sind sich einig: Gemeinsam wird sich eine gute und zweckmäßige Lösung für eine baldige Wiedereröffnung finden. Denn das Café zweitesLEBEN – vorletztes Jahr liebevoll renoviert - liegt Patienten und Mitarbeitern des gesamten Bezirksklinikums Regensburg sehr am Herzen.