Ein Jahr WOHNEN zweitesLEBEN

Nachdem die Einweihungsfeier unseres aktuellen Wohnprojekts in der Lore-Kullmer-Straße coronabedingt im letzten Jahr nicht stattfinden konnte, feierte nun der Verein das einjährige Jubliäum.

v.l. Maria Götz, Claudia Weidner, Berthold Neppel; Foto: Karin Bühler

v.l. Markus Donhauser, Berthold Neppel; Foto: Karin Bühler

Sophie und Philipp Ferstl; Foto: Karin Bühler

"Georg Johannes Hipp-Raum" Foto: Karin Bühler

v.l. Claudia Weidner, Berthold Neppel; Foto: Karin Bühler

Foto: Karin Bühler

Johann Scheibenpflug (Drehorgel); Foto: Karin Bühler

Unter dem Motto „Ein Jahr WOHNEN zweitesLEBEN“ empfing der Verein zahlreiche Gäste.

Die Vorsitzende, Claudia Weidner, begrüßte die Gäste und bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung, die den Bau des Hauses möglich gemacht haben.
Vor allem Berthold Neppel, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, war täglich vor Ort auf der Baustelle, sah nach dem Rechten und hielt alle auf dem Laufenden.
Die Vorsitzenden skizzierten in ihren Ansprachen den Werdegang des Hauses von der Idee im Jahr 2010 bis zum Einzug der Bewohner im Jahr 2020.

Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer MdL – Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, zeigte sich in seiner Ansprache beeindruckt von der Arbeit insgesamt und von der Leidenschaft des Vereins, dieses Wohnhaus zu bauen.
Viel Lob und Wertschätzung gab es von der Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein. Willibald Hogger, stellvertretender Landrat des Landkreises Regensburg, hob besonders hervor, dass dieses Wohnprojekt einmalig in der Oberpfalz ist. Sein Dank richtet sich an alle Sponsoren und an das ehrenamtliche Engagement.
Prof. Dr. med. Thomas Baghai, der den Vorstand der medbo, Herrn Dr. Dr. Helmut Hausner vertrat, schloss sich den Danksagungen an und betonte, dass trotz der Pandemie der Fortbestand des Baus immer gewährleistet war.

„In der Ecke ist was anders" so begann die Rede von Markus Donhauser vom Architekturbüro dopo-architekten. Die Ecke, damit ist das Baufeld gemeint, auf dem das Haus WOHNEN zweitesLEBEN steht. Donhauser beschreibt die „Ecke“ weiter: „Ruhig gelegen, zweiseitig an den angrenzenden Park mit Baumbestand. Was ist anders? Die Bauherrschaft. Ein höchst engagiertes Team, das sich auf den Weg gemacht hat, etwas ganz Besonderes zu schaffen.“ „Anders sind auch die Menschen, die hier leben.“ Donhauser sagt, es gibt keine behinderten Menschen. „Menschen werden behindert. Durch holprige Pflaster, Rolltreppen, nicht barrierefreie Wohnungen, usw.“. Im Gegensatz zu den umliegenden Neubauten ist auch die Farbgebung eine andere: ein sanftes Grün und ein kräftiges Gelb. Er wünscht sich, dass diese Art des Wohnens Zukunft hat: barrierefrei, mit mutiger Architektur, sozial nachhaltig und mehr bewohner-, weniger investorenorientiert.

Unter den Gästen konnte die Vereinsführung auch Monika Hipp in Begleitung von Detlef Chalupa, 1. Vorstand der Georg Johannes Hipp-Stiftung, und dessen Ehefrau, begrüßen. Monika Hipp und ihr im Herbst vergangenen Jahres verstorbener Ehemann Georg-Johannes Hipp waren und sind große Förderer des Vereins und speziell dieses Wohnhauses.
Monika Hipp betonte in ihrer Rede den tiefen Glauben ihres Mannes und sein ausgeprägtes Mitgefühl für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite stehen. Für ihn stand der Mensch im Mittelpunkt und nicht das Geld. „Ich bringe Ihnen ein Geschenk meines Mannes mit“, sagte sie und überreichte Claudia Weidner erneut einen Scheck über 12.000,- €.

Maria Götz (ehemals Dotzler, und bis vor Kurzem langjährige Vorsitzende des Vereins), leitete nach den Ansprachen über zur Segnung des Hauses durch die Herren Diakon Detlef Wauschkies und Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann. Sie segneten das Haus sowie den Georg Johannes Hipp-Raum, den Gemeinschaftsraum des Hauses.

Den Abschluss der Feierlichkeit bildete die Pflanzung eines Nussbaumes. Der Nussbaum, als Lebensbaum, symbolisiert nach dem keltischen Baumkreis Neubeginn und Erneuerung.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikerin und Freie Rednerin Sophie Ferstl gemeinsam mit ihrem Sohn Phillipp.
Sie stellten den Gästen den von Karl-Günther Kittel für den Verein zweitesLEBEN e.V. getexteten Vereinssong "Sunny" vor.

Das Wichtigste aber sind die Menschen, die hier wohnen. So konnten z.B. mehrere Bewohner endlich aus dem Pflegeheim ausziehen, nachdem sie lange nach geeigneten und bezahlbaren Wohnungen für sich gesucht haben. Eine Familie konnte ihren Sohn aus dem Pflegeheim holen und fünf junge Menschen, die bisher noch bei ihrer Familie gelebt haben und von ihnen umsorgt wurden, haben ebenfalls hier ihr eigenes Zuhause gefunden. Sie alle können ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben führen. Die Gemeinschaft ist gewachsen; man hilft sich gegenseitig, man ist nicht alleine.

Die gelungene Veranstaltung endete mit einem gemütlichen Beisammensein.

Hier finden Sie noch das Programm und den Text unseres Vereinssongs (Copyright © by Karl-Günther Kittel):

Programm

Vereinssong "Sunny"

Die Presse berichtete:Artikel in der MZ